Sonderausstellung "CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra
mineralia"Sonderausstellung "CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia"

Museum

terra mineralia
09599 Freiberg, Sachsen
03731 394658

Museumssparte

Naturwissenschaftliches Museum

Beschreibung

Ein (fiktiver) Mord im Museum und Besucher als Detektive: Die Sonderausstellung „CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia“ greift das brisante Thema der Seltenen Erden Elemente (SEE) und deren globale und daher schwer vermittelbaren Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Umweltschutz auf und bindet sie in eine spannende Kriminalgeschichte ein. Die Bedeutung dieser Rohstoffe im Alltag ist der breiten Öffentlichkeit bekannt, die komplexen, weltweiten Zusammenhänge sind weniger präsent.
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Informationen zu Zeit und Dauer

Die Sonderausstellung „CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia“ wurde als Wanderausstellung geplant. Sie wird daher in den nächsten Jahren in Naturkundemuseen in München (2018), Bielefeld (2019) und Kiel (2019/2020) gezeigt werden.

Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung

Finanzielle Förderung durch:
1). Fehlbedarfsfinanzierung durch das Programm Fellowship Internationales Museum der Kulturstiftung des Bundes (Fördersumme 83.600,00 Euro + Eigenanteil 64.300,00 Euro). Damit wurden das Gehalt der wissenschaftlichen Kurato

Besonderheiten

Erwachsene und Kinder können die Ausstellung parallel entdecken. Dafür haben im Rahmen des Projektes „MuseobilBOX – Museum zum Selbermachen“ Schüler einer Freiberger Grundschule die Kinderstrecke „Gecko Gustav sucht seinen Stein“ gestaltet.
Jugendliche haben außerdem in Form eines Schulprogramms ermittelt und über die globalen Auswirkungen des Rohstoffhandels diskutiert.
Die Evaluation ergab, dass viele Jugendliche die Ausstellung besuchten. Die Mehrzahl der Besucher hat sich über den Kriminalfall hinaus diverse Inhalte zu den SEE erschlossen. Die Idee, ein schwieriges und komplexes Thema mit Hilfe einer spannenden, interaktiven Geschichte zu transportieren, hat demnach sehr gut funktioniert.

Probleme & Lösungen

Es war eine große Herausforderung, die Kriminalgeschichte mit dem Thema der SEE so zu verbinden, um das Interesse der Besucher an den rohstoffrelevanten Inhalten zu wecken. Daher geht der Besucher bei den Ermittlungen immer wieder der Frage nach, was die Verdächtigen über die innovative und umweltschonende Theorie des Opfers, einer Professorin für SEE, wussten. Die Verdächtigen (wissenschaftlicher Assistent, Bergbauingenieur, Liebhaber der Professorin, Umweltschützerin, Politikerin) stehen stellvertretend für die verschiedenen Aspekte der SEE. Dabei unterstreicht der Sprachstil jeder einzelnen Figur ihren Charakter und hilft, die abstrakten Stereotype, lebendig und greifbar werden zu lassen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Werbung fand in Form von Postkarten, Plakaten und Anzeigen in Printmedien statt. Im Internet wurde die Ausstellung auf der Homepage sowie über den Facebook-Auftritt der terra mineralia angekündigt. Die Entwicklung der Ausstellung wurde von der lokalen

Empfehlung

Den größten Erfolg bei den Ermittlungen haben die Besucher, wenn die Sonderausstellung in ihren eigenen, abgeschlossenen Räumlichkeiten untergebracht werden kann. Dies war in der terra mineralia aufgrund der räumlichen Situation leider nicht gegeben, da die Ausstellung auf die Dauerausstellung und einen Raum für die Sonderausstellung aufgeteilt werden musste.
Testläufe mit Besuchern, Mitarbeitern und anderen Freiwilligen, die nicht an den Vorbereitungen der Ausstellung beteiligt waren, erwiesen sich in der langfristigen Vorbereitung als sehr hilfreich. Kleine Logikfehler oder fehlendes Hintergrundwissen konnten so klar benannt und bereits im Voraus korrigiert werden.
Eine App mit der Vertonung der Vernehmungen und Aussagen der Verdächtigen oder die Umsetzung mit einer Hörstation würde ein solches Ausstellungsprojekt sicherlich aufwerten. Insbesondere, da bei großem Besucherandrang oder Gruppen der Platz um die Stationen der Verdächtigen an seine Grenzen kommt.

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Kurzinfos

Thema

Naturkunde: Mineralogie
Politik und Gesellschaft: Umweltschutz/Ökologie

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Grundschule, Primarstufe
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Jugendhilfe- & freizeit
Natur- & Umweltschutz
Einzel- und Gruppenbesucher:
Kinder, bis ca. 12 Jahre
Jugendliche, von ca. 12 bis 15 J.
Jugendliche, von ca. 15 bis 18 J.
Junge Erwachsene, ab ca. 18 J.
Erwachsene
Familien
Mehrere Altersklassen
Konzeptionelle Schwerpunkte:
generationsübergreifend
unterschiedliche soziale Hintergründe berücksichtigend

Format

personale Angebote in den Ausstellungen:
methodisch variierte Führungen
Führungsgespräche (Cicerone u.ä.)
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Kindergeburtstage u.ä.
Ferien- & Freizeitangebote
Workshops
Vorträge
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Ton, Film, Animation u.ä.
Anfassen erlaubt! Hands on u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Führungsblätter, Museumsrucksäcke u.ä.
Kataloge, Kurzführer u.ä.

Laufzeit

12.04.2017 - 27.08.2017

Kooperationspartner

1. Prof. Dr. Thomas Seifert, Institut für Mineralogie, Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie, TU Bergakademie Freiberg; 2. Prof. Dr. Jörg Matschullat, Professur für Geochemie und Geoökologie, Direktor Interdisziplinäres Ökologisches Zentrum, TU Bergakademie Freiberg. 3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Gutzmer; 4. Dipl.-Min. Andreas Massanek, Geschäftsführer der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg; 5. Prof. Dr. rer. nat. habil. Martin Bertau, Direktor des Instituts für Technische Chemie, TU Bergakademie Freiberg; 6. Dr. Andreas Barth, Geschäftsführer, BEAK Consultants GmbH; 7. Grundschule „Clemens Winkler“, Freiberg; 8. Volkskunstschule im Spital, Oederan; 9. Tageszeitung Freie Presse (Medienpartner); 10. Treibacher Industrie AG (Leihgeber)

erstellt: 15.11.2017
geändert: 23.11.2017