Talking about my generation... Jung sein in Hannover 2012
Museum
Historisches Museum Hannover
30159 Hannover, Niedersachsen
www.historisches-museum-hannover.de
Museumssparte
Historisches Museum
Stadtgeschichte, Niedersächsische Landesgeschichte, Volkskunde
Beschreibung
Alkoholexzesse, Ballerspiele am Computer zocken, Handyschulden … ist es das, was die „Jugend von heute“ beschäftigt? Haben wir es mit der „Generation-Doof“ ohne Allgemeinbildung zu tun, oder doch mit der „Pragmatischen Generation“, die zwar keine Ideale hat, dafür aber klare Ziele? Solche Etiketten zur Beschreibung von vermeintlich typischen jugendlichen Lebenswelten werden in Medien diskutiert und von Eltern, Lehrern und anderen Erwachsenen genutzt. Wie sehen dahingegen heutige Jugendliche sich selbst und ihre Generation?
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Informationen zu Zeit und Dauer
Der Ausstellung ging eine Projektphase mit den Jugendlichen voraus, die vom September 2011 bis Januar 2012 lief.
Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
Die Finanzierung wurde durch Eigenmittel und Drittmittel geleistet, die etwa im Verhältnis 50 zu 50 standen. Unterstützt wurde das Projekt durch die Kulturförderung der Region Hannover, durch den Freundeskreis des Museums sowie durch den Förderpreis Museu
Besonderheiten
Das Projekt ermöglichte den Jugendlichen ein sehr hohes Maß an Partizipation an der Museumsarbeit. Es griff ein Thema auf, das unmittelbar die Lebenswelt der Teilnehmer/innen betraf und ermöglichte es, ihre eigenen Perspektiven darzustellen. Zugleich wurden den Teilnehmer/innen im Rahmen der Projektarbeit vielfältige Wissensbestände und Fähigkeiten über Fotografie & Museumswesen vermittelt. Dabei wurden sie zur Teilhabe an Diskursen über gesellschaftspolitische Themen wie Jugend & Generationenverhältnis angeregt.
Probleme & Lösungen
Ziel war es, möglichst Jugendliche mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und schulischen Backgrounds zu beteiligen. Dies gelang sowohl über die Zusammenarbeit mit Schulen - in der IGS-Linden wurde dazu ein Begleitprojekt im Unterricht eines 11. Jahrgangs durchgeführt - und über die Zusammenarbeit mit Stadtteilkultureinrichtungen (Freizeitheime). So gelang es eine insgesammt sehr differenzierte Gruppe zu generieren, in der sich Jugendliche im Alter zwischen 13-19 Jahren aus Gesamtschule, Realschule, Waldorfschule sowie aus unterschiedlichen Stadteilen und mit und ohne Migrationshintergund etc. befanden. Gerade diese Vielfalt an sehr unterschiedlichen subjektiven Beiträgen für die Ausstellung machte den Reiz der Ausstellung aus.
Ältere Ausstellungsbesucher wurden vor allem über die Galerie der historischen Jugendfotos aus dem Zeitraum 1945-2010 an die Ausstellung herangeführt. Zudem luden die Fotos Alt und Jung zu Vergleichen zwischen den Generationen ein. Die Fotos stammten zum Teil von Privatleuten und wurden speziell für die Ausstellung gesammelt.
Der Bezug des Themas zum gesellschaftlichen Diskurs über die "Jugend von heute" wurde über die Präsentation ausgewählter Ergebnisse statistischer Studien zum Thema erzielt.
Öffentlichkeitsarbeit
Flyer; Printmedien; Soziale Netzwerke im Internet; Plakate; Postkartenverteilung in Cafés etc.
Empfehlung
Die starke Beteiligung der Jugendlichen und die Integration ihrer Perspektiven in die Darstellungen des Museums hat sich als sehr erfolgreicher Weg erwiesen, da er vom Publikum mit großem Interesse verfolgt wurde. Die Darstellungen wirkten dadurch sehr authentisch.
Für die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen sollte viel Zeit, zudem aber ein gut organisierter Projektablauf eingeplant werden. Die Beteiligung von Fotografie-Studenen an den Workshops hat sich als sehr gut erwiesen, da sie selbst nahe an den Erfahrungswelten der Jugendlichen dran waren.
Zu empfehlen ist die Mischung aus der Präsentation von Ergebnissen, die durch die Beteiligung der Jugendlichen entstanden sind und klassisch kuratorisch erarbeiteten Ergebnissen, wie die Galerie historischer Jugendbilder. Diese Mischung wurde vom Publikum als sehr überzeugend bewertet.
Thema
Museumssammlung/Arbeiten im Museum
Politik und Gesellschaft
Zielgruppe
Bildungseinrichtungen:
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
Förderschulen u.ä.
Berufsschulen
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Jugendhilfe- & freizeit
Einzel- und Gruppenbesucher:
Jugendliche, von ca. 12 bis 15 J.
Jugendliche, von ca. 15 bis 18 J.
Junge Erwachsene, ab ca. 18 J.
Erwachsene
Familien
Senioren
Konzeptionelle Schwerpunkte:
generationsübergreifend
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend
unterschiedliche soziale Hintergründe berücksichtigend
Format
personale Angebote in den Ausstellungen:
Fachführungen
methodisch variierte Führungen
Führungsgespräche (Cicerone u.ä.)
Peergroup-Führungen
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Ton, Film, Animation u.ä.
Laufzeit
18.04.2012 - 21.10.2012
Kooperationspartner
IGS Linden; Emil-Berliner Schule; Freizeitheim Ricklingen; Freizeitheim Stöcken
erstellt: 25.01.2013
geändert: 17.02.2013





