Madonnen zwischen Eva und Maria
Museum
Museumsdienst Köln
50676 Köln, Nordrhein-Westfalen
http://www.museenkoeln.de/museumsdienst/
Museumssparte
Mehrere Museen in einem Museumskomplex
Beschreibung
Welche Vorstellungen von weiblichen Rollenbildern haben wir in unseren Köpfen? Dieser Frage ging der Museumsdienst Köln in einem Bildungsprogramm für junge Frauen nach. In 6 Workshops setzten sich die 10 Teilnehmerinnen mit dem Frauenbild in verschiedenen Epochen auseinander. Die Vorbilder fanden sie in der Kunst. Das Museum Schnütgen, das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und das Museum Ludwig boten mit ausgewählten Werken den Fundus für die Auseinandersetzung mit der Fragestellung. Die Teilnehmerinnen diskutierten das Thema „Maler und Modell“ im Expressionismus, untersuchten das Frauenbild in der Pop Art, lernten Attribute und Symbo ...mehr
Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe
Die Mädchen wurden im Kontext über die Jugendhilfe aus der Projektarbeit und über die Streetworkerarbeit auf das Projekt hin angesprochen
Informationen zu Zeit und Dauer
In den Workshops wurde eine Ausstellung im Museum Schnütgen vorbereitet
Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
Das Projekt kostete 22.000 €, davon 14.000 € finanziert über Fördermittel der RheinEnergiestiftung Kultur
Besonderheiten
Die Genderthematik und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Rollenverständnis war sehr gut für die Jugendlichen geeignet und über diese Fragestellungen ließen sich sehr gute Zugänge zu den Museen eröffnen. Man konnte bei allen eine Weiterentwicklung sehen. Zwar wurden klassische Bildungsinhalte von einigen Mädchen als "langweilig" abgetan, die entstandenen Portrait belegen jedoch, dass die Mädchen einen "geschulten" Blick entwickelt hatten, so beispielsweise beim bewußt eingesetzten Blick in den Spiegel als Nachklang einer Auseinandersetzung mit einer "Venusdarstellung".
Probleme & Lösungen
Es war schwierig die Jugendlichen über die lange Zeit im Projekt zu halten, da die Wochenenden bei dieser Zielgruppe gerne für private Erholung genutzt wird und eine Reihe der Teilnehmerinnen auch arbeiten musste. Wir konnten jedoch auch nicht auf Termine in der Woche ausweichen, da diese durch schulische Veranstaltungen und Prüfungstermine besetzt waren. Dank des persönlichen Einsatzes des Kooperationspartners blieb die Gruppe konstant. Alle Mädchen waren zum Schluss sehr stolz auf das Projekt und genossen das Aufsehen, das die Eröffnung aber auch die Medien ihnen gegenüber erbracht hatten.
Die Teilnehmerinnen kamen aus sehr unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Kontexten, lebten zum Teil nicht mehr bei ihrem Familien, andere dagegen waren in ihren Abiturprüfungen. Die Workshops wurden von allen als angenehm empfunden, da wir sehr variantenreich und differneziert mit Aufgabenstellungen umgegangen sind.
Öffentlichkeitsarbeit
Plakat, Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung, Pressearbeit, Blogbeiträge
Empfehlung
Jugendprojekte, die nicht über die Schule organisiert werden können, sind eine große Herausforderung. Es ist sinnvoll, mit Sozialarbeitern und anderen Fachleuten zusammenzuarbeiten und gemeinsam geeignete Konzepte zu entwickeln. Wichtig ist, geeignete thematische Zugänge zu eröffnen. Mit der Genderthematik und der Auseinandersetzung mit den eigenen Rollenbildern haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht
Thema
Kulturgeschichte
Kunst
Zielgruppe
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Jugendhilfe- & freizeit
Einzel- und Gruppenbesucher:
Jugendliche, von ca. 15 bis 18 J.
Konzeptionelle Schwerpunkte:
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend
gendersensibel
Format
personale Angebote in den Ausstellungen:
methodisch variierte Führungen
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Workshops
Medienangebote in den Ausstellungen:
Ton, Film, Animation u.ä.
Laufzeit
01.03.2013 - 14.09.2013
Kooperationspartner
Museumsdienst Köln, Movie Crew Cologne e.V., Maurice Cox als Fotograf
erstellt: 12.09.2013
geändert: 17.09.2013
