Kinderbeirat DB Museum und Unterricht im Museum
Museum
DB Museum Nürnberg
90443 Nürnberg, Bayern
rainer.mertens@deutschebahn.com
Museumssparte
Kulturgeschichtliches Spezialmuseum
Eisenbahngeschichte
Beschreibung
„Eigentlich haben die Erwachsenen gar nichts gemacht“ meinte die zehnjährige Anouk am Ende eines zweijährigen Projektes und nach 37 Museumsbesuchen. Zum gleichen Projekt bemerkte eine Grundschullehrerin, die viele Kindern aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund unterrichtet, „so etwas muss es für unsere Schüler auch geben, können wir gemeinsam etwas entwickeln?“
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Informationen zu Zeit und Dauer
Das Projekt ist inhaltlich immer auf ein Jahr bezogen, grundsätzlich aber zeitlich unbegrenzt.
Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
Das DB Museum berücksichtigt das Projekt in seinem Jahresbudget, die Jenaplan-Schule trägt die Fahrtkosten.
Besonderheiten
Die von der Grundschullehrerin angeregte Entwicklung eines längerfristigen Angebotes für Regelschulen folgt ganz den Erfordernissen des normalen Betriebes einer Vormittagsschule: Mehrere Museumsbesuche lassen sich zeitlich nur dann realisieren, wenn diese inhaltlich lehrplanbezogen und ergebnisorientiert sind, also Lernstandskontrollen und Benotungen zulassen. Ein solches Programm wird zurzeit gemeinsam mit der Lehrerin unter dem Arbeitstitel „Unterricht im Museum“ erarbeitet. Es stellt sich der Herausforderung der engen Zusammenarbeit von Schul- und Museumspädagogen, die arbeitsteilig und methodisch unterschiedlich Unterrichtseinheiten im Museum durchführen, wodurch die Institution Museum einerseits didaktisch genutzt, andererseits den Schülern vertraut wird.
Probleme & Lösungen
Das Hauptproblem bei langfristig angelegten Kooperationen mit Schulen besteht im Zeit- und Personalaufwand. Bei dem Projekt Kinderbeirat kam noch der Anspruch hinzu, Kinder unterschiedlichen Alters einzubeziehen und eine verlässliche Kontinuität zu erreichen. Diese Voraussetzungen konnte bei den Voranfragen nur die als Ganztagsschule ausgelegte Jenaplan-Schule erfüllen, die aufgrund ihres reformpädagogischen Konzeptes u.a. jahrgangsübergreifende Klassen, sogenannte Stammgruppen, mit mehreren gemeinsam unterrichtenden Pädagogen hat. Aber auch für Regelschulen lassen sich Varianten finden. Entscheidend ist dabei das sich Einlassen auf die Erfordernisse des Schulbetriebes als Rahmenbedingung. Das Museum muss lernen, auch aus der Perspektive der Schule zu denken.
Öffentlichkeitsarbeit
Printmedien, direkte Ansprache, Internet
Empfehlung
Wichtig ist es, dass sich die Partner Zeit für Besprechungen nehmen und sich bewusst machen, dass Museums- und Schulpädagogen unterschiedlich arbeiten. Grundsätzlich ist Offenheit wichtig, denn vieles ist zunächst Experiment. Beim "Unterricht im Museum" gibt die Schule, der Lehrplan den Inhalt vor, das Museum ist hier mehr der lebensweltliche Raum, in dem der Schulstoff angewendet werden kann. D.h., nicht die Ausstellung wird vordergründig präsentiert, sondern in der Ausstellung müssen die Anknüpfungspunkte für den Schulstoff verwendet bzw. aufbereitet werden.
Thema
Geschichte
Museumssammlung/Arbeiten im Museum
Zielgruppe
Bildungseinrichtungen:
Grundschule, Primarstufe
Konzeptionelle Schwerpunkte:
unterschiedliche soziale Hintergründe berücksichtigend
Format
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Labore & Werkstätten
Workshops
Laufzeit
30.09.2011 - 31.07.2015
Kooperationspartner
Jenaplan-Schule Nürnberg; Lehrkraft der Sperber-Grundschule Nürnberg
erstellt: 22.09.2014
geändert: 16.10.2014




