Der Neue Mensch - Menschenbilder der Moderne
Museum
Klassik Stiftung Weimar
99423 Weimar, Thüringen
www.klassik-stiftung.de
Museumssparte
Mehrere Museen in einem Museumskomplex
Beschreibung
Über ein Schuljahr hinweg arbeiteten Zehntklässer zu den ambivalenten Vorstellungen vom »Neuen Menschen« zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie spürten den Phänomenen mit der Methode des Forschenden Lernens nach und hinterfragten sie nach ihrer Aktualität in der heutigen Zeit.
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Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
Das Projekt wird gefördert von der PwC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur.
Besonderheiten
Um die Perspektiven ästhetisch-kultureller, historischer und politischer Bildung insbesondere im Bereich des Forschenden Lernens miteinander zu verknüpfen und füreinander fruchtbar werden zu lassen, arbeiteten in einem Netzwerk ganz verschieden ausgerichtete Institutionen unter einer gemeinsamen Fragestellung. So wurde für die Institutionen eine gemeinsame Basis für einen produktiven Erfahrungsaustausch gewährleistet, zugleich konnten die Schüler erfahren, dass ihr eigenes Thema in einem größeren Kontext zu verorten ist. Die übergreifende Fragestellung bot für die Einzelprojekte somit einen Rahmen, von dem aus verschiedene Ausformungen und Themenschwerpunkte an mehreren außerschulischen Lernorten betrachtet und erarbeitet werden konnten.
Im Modellprojekt standen folgende Fragen im Fokus: Wie können die Perspektiven kultureller, historischer und politischer Bildung sinnvoll und nachhaltig miteinander verknüpft werden? Wie können abstrakte Ideen mit ihren Ambivalenzen heute vermittelt werden? Welche Zugänge eröffnet hierbei die Methode des ästhetisch-forschenden Lernens?
Probleme & Lösungen
Die ambivalenten Konzepte, wie sie unter dem Begriff und dem Ideal eines »Neuen Menschen« entwickelt wurden, sind sehr abstrakt und äußerst komplex. Der Begriff selbst legt dabei jedoch auf den ersten Blick ein einfaches, alltägliches Verständnis nahe. Ein tiefergehendes Verständnis zu entwickeln, eine sich schnell entwickelnde positivistische Sichtweise aufzubrechen und zudem die Aktualisierung in die Gegenwart zu vollziehen, stellte für die Schülerinnen und Schüler im Projekt wohl die größte Herausforderung dar. Besonders gut gelang dies dann, wenn stark mit [Sinn-]Bildern gearbeitet wurde, die Jugendlichen emotional involviert waren oder zum Einnehmen eigener Standpunkte herausgefordert wurden.
In Projekten, die auf Eigenaktivität der Teilnehmenden und/oder partizipatives Arbeiten hin angelegt sind, ist das Verhältnis von Input und freier Themenwahl, von festem Rahmen und offenen Strukturen immer ein Balanceakt, der beständig andauert. Dies gilt insbesondere bei der Methode des ästhetischen Forschens, wenn die Jugendlichen eigene Fragestellungen entwickeln, diese erforschen und kreativ verarbeiten sollen. Im beschriebenen Projekt erwies es sich als unabdingbar, den Jugendlichen einen inhaltlichen Einstieg anzubieten, abstrakte Sachverhalte auch anhand konkreter Themen und Objekte zu vermitteln und verschiedene Arbeitsformen – künstlerische wie wissenschaftliche – vorzustellen. So ist es den Jugendlichen möglich, zu erkennen und zu entscheiden, was für sie persönlich relevant oder irrelevant, attraktiv oder unattraktiv ist.
Öffentlichkeitsarbeit
eigene Homepage www.derneuemensch.org; Broschüre http://www.klassik-stiftung.de/bildung/modellprojekte/der-neue-mensch
Thema
Kunst
Museumssammlung/Arbeiten im Museum
Zielgruppe
Bildungseinrichtungen:
Sekundarstufe 2
Format
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Seminare
Labore & Werkstätten
Workshops
Laufzeit
01.06.2015 - 31.08.2016
Kooperationspartner
Deutsches Hygiene Museum Dresden, Stiftung Zollverein in Essen
erstellt: 22.10.2015
geändert: 29.08.2016
