Stadt, Land, Fluss: Sprachförderung im Museum!
Museum
Mindener Museum
32423 Minden, Nordrhein-Westfalen
Museumssparte
Historisches Museum
Beschreibung
Jugendliche, Junge Erwachsene und erwachsene Flüchtlinge, die Deutsch-Einstiegskurse besuchen, nehmen an einem dreitägigen Programm im Mindener Museum teil. Hier können sie ihre erlernten Sprachkenntnisse ausprobieren und erweitern. Am ersten Tag besucht der Museumspädagoge den Kurs vor Ort in den Unterrichtsräumen des Kooperationspartners. Die Teilnehmer/innen lernen dabei an aktuellem und historischem Kartenmaterial die Stadt Minden als ihre neue Heimat näher kennen. Die Inhalte werden vorab im Unterricht durch Sprachlehrer/innen mit Hilfe einer Vokabelliste zur Stadtgeschichte Mindens vorbereitet. Dadurch ist es den Teilnehmenden möglich, auf einem ...mehr
Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe
Unser Angebot richtet sich an jugendliche, junge Erwachsene und erwachsene Flüchtlinge, die einen Einstiegskurs Deutsch besuchen.
Informationen zu Zeit und Dauer
Das Projekt ist ein fortlaufendes Kooperationsprojekt
Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
Der Bildungsträger des Einstiegskurses beteiligt sich mit einem Entgelt an den Kosten. Die Personal- und Sachkosten für die konzeptionelle Erarbeitung und praktische Durchführung trägt das Mindener Museum.
Besonderheiten
Durch die Dreigliederung des Programms - 1. Tag Vorbereitung in den Schulungsräumen, 2. Tag Besuch im Mindener Museum, 3. Tag Besichtigung der zuvor kennengelernten Orte - werden Inhalte zum einen sprachlich wiederholt und gefestigt. Zum anderen wirkt der Wechsel der Orte - Klassenraum, Mindener Museum, Altstadt - lernmotivierend, die gleichbleibenden Themen können somit aus verschiedener Perspektive besprochen werden. Das nachhaltige Lernen wird durch einen partizipativen Ansatz erreicht: Die Studierenden werden nicht durch die Stadtgeschichte geführt, vielmehr erarbeiten sie sich dieses Thema anhand des Vergleiches von historischen und aktuellen Kartenmaterial und Fotos selbst.
Probleme & Lösungen
Die Deutschkurse mit Flüchtlingen können sehr heterogen in der Zusammensetzung sein. So gab es einen Kurs, in dem zwei Drittel der Teilnehmer Arabisch und ein Drittel Tigrinya (Sprache in Eritrea) sprachen. Die Gruppen werden immer von einem Dolmetscher und einem Sprachlehrer begleitet. In diesem Fall war leider nur ein Arabischdolmetscher zugegen, so dass die Teilnehmer mit eritreischem Hintergrund nicht immer folgen konnten. Hier ist es sehr wichtig, mit dem Kooperationspartner vorab zu klären, ob für alle Teilnehmer ein Dolmetscher dabei sein kann, ob man die Gruppe teilt oder aber ganz auf einen Dolmetscher verzichtet.
Öffentlichkeitsarbeit
Persönliche Ansprache der Bildungsträger.
Empfehlung
Zunächst haben wir mit einer stadtgeschichtlichen Führung im Museum begonnen. Nach der ersten Evaluation wurde das Programm um die beiden Tage und die außermusealen Lernorte (Klassenraum und Stadtrundgang) erweitert. Aufgrund der Heterogenität der Kurse und der wenigen pädagogischen Erfahrungen mit Flüchtlingen evaluieren wir jedes Programm mit den Lehrern und den Studierenden. Bisher gab es drei Programme als Pretest. Eine stetige Evaluation und regelmäßige Rücksprachen mit dem Kooperationspartner und dessen sprachpädagogischen Fachpersonal sind sehr zu empfehlen, um das Programm stetig weiterzuentwickeln. Wir werden als nächstes ein Workbook entwickeln, in dem grammatisch einfache Sätze mit Lückentext zu unseren Objekten stehen, die als ergänzendes Unterrichtsmaterial genutzt werden können.
Thema
Geschichte: Orts- und Regionalgeschichte
Museumssammlung/Arbeiten im Museum
Zielgruppe
Bildungseinrichtungen:
Berufsschulen
Hochschulen & Universitäten
Volkshochschulen u.ä.
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Migrantenselbstorganisationen, Integrationsbüros u.ä.
Jugendhilfe- & freizeit
Religion & Gemeindewesen
Einzel- und Gruppenbesucher:
Jugendliche, von ca. 15 bis 18 J.
Junge Erwachsene, ab ca. 18 J.
Erwachsene
Konzeptionelle Schwerpunkte:
generationsübergreifend
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend
Format
personale Angebote in den Ausstellungen:
Fachführungen
methodisch variierte Führungen
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Seminare
Gesprächs- & Arbeitskreise
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Anfassen erlaubt! Hands on u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Führungsblätter, Museumsrucksäcke u.ä.
Mobiles Museum, Koffer, Mitmachausstellungen
Laufzeit
10.12.2015 - 10.12.2017
Kooperationspartner
Profilingbüro Glaser
erstellt: 15.01.2016
geändert: 18.01.2016





