
Das Goldene Zeitalter - ein inklusiv gestalteter Museumsführer für sehende, sehbehinderte und blinde Leser
Museum
Staatliches Museum Schwerin, Kunstsammlungen
19055 Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
www.museum-schwerin.de
Museumssparte
Kunstmuseum
Beschreibung
Das Lesetasthörbuch spricht drei Sinne an. Alle Informationen sind für Alle zugänglich und nach den Richtlinien von Universal Design gestaltet.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe
Da das Lesetasthörbuch ein inklusiv gestaltetes Buch ist, spricht es alle „Leser“ an. Das bedeutet, dieser Museumsführer/Kunstführer bietet Menschen mit einer Sehbehinderung und blinden Lesern einen Informationszugang nach dem Zwei- Sinne- Prinzip: über den Tastsinn, den Hörsinn und den Sehsinn (sofern vorhanden). Besonders im Zusammenspiel der Wahrnehmung mit verschiedenen Sinnen eröffnet sich auch für sehende Menschen ein ungewöhnlicher Zugang zur Kunst.
Informationen zu Zeit und Dauer
Mitte Juli 2010 wurden die Fördermittel bewilligt
Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung
50.000 € hat das Projekt gekostet.
Fördermittel kamen von Aktion Mensch.
Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buches werden ausschließlich für weitere Projekte im Rahmen des barrierefreien kulturellen Zugangs im Museum genutzt.
Besonderheiten
Mit dem Lesetasthörbuch liegt erstmals ein umfassender Museumsführer vor, der insbesondere sehbehinderten und blinden Menschen die Möglichkeit gibt, individuell und an verschiedenen Orten Kunst zu erleben. Einzelne Elemente, wie z.B. die Tastbilder steigern die Attraktivität von Führungen für sehbehinderte und blinde Besucher im Staatlichen Museum Schwerin. Der Einsatz verschiedener Sinne eröffnet sehenden Kunstinteressierten neue Wege der Wahrnehmung von Kunst. Es ist das erste inklusiv gestaltete Buch im Bereich der Kunst und setzt Standards in Gestaltung und Inhalt.
Probleme & Lösungen
Da es kein inklusiv gestaltetes Kunstbuch in Deutschland gab, war es von der Idee bis zum Produkt nicht immer leicht, einen selbstgesteckten hohen Standard in Inhalt und Form zu halten. In enger Zusammenarbeit mit der Gebietsgruppe Schwerin des BSV MV wurden ihre Wünsche und Bedürfnisse von Anfang an ernstgenommen (von der Auswahl der Bilder bis zur Korrektur der Brailleschrift). Aber auch die Gruppe der blinden und sehbehinderten Menschen haben keine konkreten Vergleiche und freuen sich über jedes attraktive Angebot. Es gilt, in der Evaluationsphase mit Hilfe eines Fragebogens und in persönlichen Gesprächen während der Führungen zu recherchieren, wie optimal die Texte, die Tastbilder, die Gestaltung, das Zusammenspiel aller Sinnesangebote für den Leser wirklich sind.
Öffentlichkeitsarbeit
Printmedien, Internet (www.museum-fuer-alle.de), Veranstaltungen in der Woche des Sehens
Empfehlung
- Gemeinsam mit der Besuchergruppe Ziele und Möglichkeiten abstecken
- im kompetenten Team arbeiten: Kunsthistoriker, Kunstpädagoge, Bildbeschreiber (leichte Sprache),
Grafiker im Universal Design
- sich vernetzen mit Behindertenverbänden, mit Vereinen, die das Thema Inklusion ernst nehmen
- Schulung der Servicemitarbeiter im Sinne des barrierefreien Service im Museum
Thema
Kulturgeschichte
Kunst
Zielgruppe
Einzel- und Gruppenbesucher:
Kinder, bis ca. 12 Jahre
Erwachsene
Senioren
Konzeptionelle Schwerpunkte:
Besucher mit Behinderungen einbeziehend
Format
personale Angebote in den Ausstellungen:
methodisch variierte Führungen
Medienangebote in den Ausstellungen:
Anfassen erlaubt! Hands on u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Audioguides, PDA, I-Pods u.ä.
Kataloge, Kurzführer u.ä.
Laufzeit
01.01.2011 - 27.09.2012
Kooperationspartner
BSV MV; Andere Augen e.V.
erstellt: 11.02.2013
geändert: 19.02.2013



