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Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte
barrierefrei erleben!Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!

Museum

Roemer- und Pelizaeus-Museum
31134 Hildesheim, Niedersachsen
www.rpmuseum.de

Museumssparte

Museum mit verschiedenen Sammlungsschwerpunkten
Kulturgeschichte und Naturkunde

Beschreibung

Im März 2014 startete im Erdgeschoss des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim (RPM) die neuartige Dauerausstellung „Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!“ Dazu wurden mehrere Aspekte in einem bisher einmaligen innovativen Ausstellungsprojekt realisiert: 1. Förderung der Sinneswahrnehmung 2. interaktives Erleben 3. gemeinschaftliches Erfahren/ Inklusion 4. Barrierefreiheit 5. Nachhaltigkeit mit Expansionspotential.
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Informationen zu Zeit und Dauer

Das Projekt ist als Dauerausstellung eingerichtet.

Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung

siehe Punkt 8 "Ausführliche Projektbeschreibung"

Besonderheiten

Das „Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!“ ist in seiner bestehenden Form deutschlandweit einmalig: Es bietet die Partizipation von Kultur- und Erdgeschichte mit allen Sinnen auf eigenständige und interaktive Weise. Zur zielorientierten Realisierung dieser barrierefreien und inklusiven Ausstellung wurde bereits in der Planungsphase ein „Runder Tisch“ gegründet, um die gemeinsame Arbeit von Wissenschaftlern, Pädagogen und Gestaltern sowie die Einbeziehung von Zielgruppen-Vertretern zu ermöglichen. Das Projekt zeichnet sich des Weiteren durch ein besonderes museumspädagogisches Begleitprogramm aus, das u. a. auch Fachführungen, Führungen zur Sinnesschulung, Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen, in Gebärdensprache und in „Leichter Sprache“ anbietet.

Probleme & Lösungen

Probleme:
1) Für die von uns geplante Umsetzung von Barrierefreiheit gab es im kulturgeschichtlichen Bereich keine exakten Vorbilder. 2) Klärung von Akzeptanzfragen für diese Form der Ausstellung im musealen Bereich.

Lösungen:
Zu 1) Fähigkeit zum ganzheitlichen Denken und Bereitschaft sich in museumsferne Fachbereiche einzuarbeiten. Sensibilisierung für Probleme und Lösungen (z.B. Leitlinie sollte für Blinde möglichst taktil spürbar, für Rollstuhlfahrer aber kein Hindernis sein). Zu 2) Schaffung von Akzeptanz für dieses Ausstellungsformat durch professionelle Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Museumspädagogen mit Vertretern der Zielgruppen mit gegenseitigem Respekt bereits in der Planungsphase.

Öffentlichkeitsarbeit

Barrierefreie Internetseite RPM, Flyer mit Einleger in Brailleschrift, Fernsehbeitrag (Beitrag bei Hallo Niedersachsen/NDR zur Nutzung von traditionellen Ausstellungen im Vergleich zum barrierefreien „Museum der Sinne“), Presse (lokale Tageszeitung HiAZ,

Empfehlung

Kultureinrichtungen, die ein ähnliches Projekt in Form einer Dauerausstellung umsetzen möchten, sollten sich des erhöhten Arbeitsaufwandes im Vergleich zur Realisation einer traditionellen Ausstellung bewusst sein. Dies liegt an den zahlreichen hinzu kommenden Aufgabenfeldern (z.B. Einarbeitung in Fragen der Barrierefreiheit, Betreuung von Vertretern der Zielgruppen), aber auch an den umfangreichen und bearbeitungsintensiven Ausstellungsinhalten und Installationen.
Ein besonders wichtiger Aspekt zum zielgerichteten Gelingen stellt bereits während der Planungsphase die Kooperation mit verschiedenen Partnern dar:
Um der schwierigen Aufgabe nachkommen zu können, alte Kulturen multisensorisch-modern alle Sinne ansprechend vermitteln zu können, ist die Integration von aktuellen wissenschaftlichen Forschungen zu Kognition und Wahrnehmung sehr sinnvoll. In unserem Falle konnte dies mit der Arbeitsgruppe Neurodidaktik des Instituts für Psychologie der Stiftung Universität Hildesheim erfolgen.
Unverzichtbar ist die Zusammenarbeit mit Behindertenverbänden. Hier können wertvolle Tipps hinsichtlich des Bedarfs, der Umsetzung und auch praktische Mithilfe gewonnen werden sowie die gegenseitige Sensibilisierung für Bedürfnisse und Hindernisse bei den unterschiedlichen Behinderungen erfolgen. Durch die Aufnahme von Anregungen und Ideen aus dem Bereich der Zielgruppe führte dies zu mehr Akzeptanz für die fertiggestellt Ausstellung und sorgt zugleich für die Bekanntmachung des vorliegenden Angebotes. Unsere Erkenntnisse zeigen, dass eine Berücksichtigung von Barrierefreiheit allen Museumsbesucher zu Gute kommt: Ganz im Sinne der Inklusion können nun Besucher verschiedenen Alters, unterschiedlicher Bedürfnisse und Anforderungen gemeinsam Kultur- und Erdgeschichte erleben! Somit amortisiert sich der in der Planung zu machende Mehraufwand beim Betrieb der Ausstellung.
Ein spezifisches museumspädagogisches Programmangebot aus Führungen, Workshops, Fachführungen und Sonderveranstaltungen begleitend zur Ausstellung ist für das dauerhafte Gelingen des Projekts ebenfalls unerlässlich. Wobei eine gute Schulung und nachhaltige Sensibilisierung der museumspädagogischen Mitarbeiter und des Kassen- und Aufsichtspersonals bezüglich der unterschiedlichen Besucherbedürfnisse empfehlenswert ist.
Nicht zuletzt sollte in der Planung ein besonderes Augenmerk auf die interaktiven Stationen und technische Installationen hinsichtlich ihrer Funktionalität und Tauglichkeit bei Dauerbelastung gelegt werden.

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Kurzinfos

Thema

Kulturgeschichte
Naturkunde

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Grundschule, Primarstufe
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
Förderschulen u.ä.
Berufsschulen
Hochschulen & Universitäten
Volkshochschulen u.ä.
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Jugendhilfe- & freizeit
Sozial- & Gesundheitswesen
Seniorenhilfe & -freizeit
Einzel- und Gruppenbesucher:
Kinder, bis ca. 12 Jahre
Jugendliche, von ca. 12 bis 15 J.
Jugendliche, von ca. 15 bis 18 J.
Junge Erwachsene, ab ca. 18 J.
Erwachsene
Familien
Senioren
Mehrere Altersklassen
Einzelne Berufsgruppen
Konzeptionelle Schwerpunkte:
generationsübergreifend
Besucher mit Behinderungen einbeziehend
gendersensibel

Format

personale Angebote in den Ausstellungen:
Fachführungen
methodisch variierte Führungen
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Gesprächs- & Arbeitskreise
Kindergeburtstage u.ä.
Ferien- & Freizeitangebote
Workshops
Feste, Jubiläen, „Tag des..“ u.ä.
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Ton, Film, Animation u.ä.
Anfassen erlaubt! Hands on u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Audioguides, PDA, I-Pods u.ä.
Mobiles Museum, Koffer, Mitmachausstellungen

Laufzeit

21.03.2014 - 21.03.2024

Kooperationspartner

„Runder Tisch“: Vertreter der verschiedenen lokalen und regionalen Behindertenvereine und -verbände: Jörg Apel (Gebärdensprachfilm) , Brigitte Beschenbossel (ehrenamtlich tätig für den Regionalverein Hannover im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.) , Karlheinz Jacobs (Leiter Rehabilitation des Deutschen Taubblindenwerks gGmbH Hannover) , Simone Mörsch (Lehrerin am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim) , Jessica Stracke (Leiterin Geschäftsstelle Regionalverein Hannover im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.), Tiede (1. Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Hildesheim) , Diana-Tamara Zilinski (Arbeitsassistenz Frau Stracke Regionalverein Hannover im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.) • Stiftung Universität Hildesheim; Studierende der Arbeitsgruppe Neurodidaktik unter Leitung von Prof. Dr. Kristian Folta-Schoofs des Instituts für Psychologie ; Studierende des Fachbereichs Medientext und Medienkommunikation

erstellt: 26.09.2014
geändert: 09.10.2014