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"Kunst für Tiere. Ein Perspektivwechsel für Menschen"
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Inspiration - Begegnung und Dialog rund um die Kunst –
über Grenzen und Vorurteile hinwegInspiration - Begegnung und Dialog rund um die Kunst – über Grenzen und Vorurteile hinweg

Museum

Dreiländermuseum - Musée des Trois Pays
79540 Lörrach, Baden-Württemberg
museum.loerrach.de

Museumssparte

Museum mit verschiedenen Sammlungsschwerpunkten
Regionale Kulturgeschichte, Kunst

Beschreibung

Idee und Ziel des Projektes
Das Kunstprojekt Inspiration bietet Gelegenheit zu Begegnungen und Auseinandersetzung mit Kunst. Weil Kunst die soziale Integration ermöglicht und über jegliche Unterschiede hinweg sieht, ist sie auf natürliche Weise ein zentrales Motiv: Kunstwerke gemeinsam zu betrachten, sich inspirieren zu lassen und sich auszudrücken, jenseits von sprachlichen, körperlichen, technischen oder anderen Barrieren. Die Teilnehmer sind Kinder, junge und ältere Erwachsene mit Behinderung.

Ihnen wird es vorgeschlagen, sich von einem Kunstwerk der Museumssammlung inspirieren zu lassen und dann ein persönliches Kunstwerk zu kreieren. Das Projekt dauert mehrere Wochen und schließt mit einer kollektiven Ausstellung ab. Die Art und Weise wie sie sich ausdrücken können bleibt dabei völlig frei.

Ablauf
1 - Auswahl eines Themas und erste Begegnung im Museum
Das Thema wird zuerst festgelegt (2013: Blumen und Farben, 2014: Tanz und Musik, 2015: Wasser). Sobald das Motiv fest steht, werden etwa 20 Gemälde, Zeichnungen, Gravuren und Skulpturen der Museumssammlung ausgesucht, welche zum Thema passen.

2 - Arbeit in Werkstätten
Im Laufe der folgenden Wochen arbeiten die Teilnehmer/innen meist unter Anleitung der Kunsterzieher/innen an ihrem eigenen Kunstwerk. Wir vom Museum beobachten diese Arbeit um den Entwicklungsstand zwischen Idee und Umsetzung nachvollziehen zu können. Diese Spuren nützen uns später für die Redaktion des Katalogs und die abschließende Ausstellung. Im Rahmen einer zweiten Begegnung im Museum bringen die Teilnehmer/innen ihre Arbeit. Jede/r stellt sein Kunstwerk neben das jeweilige, das zur Inspiration diente.

3 - Ausstellungseröffnung
In den folgenden Wochen wird die Ausstellung konzipiert und aufgebaut. Ein Katalog bzw. eine Projektdokumentation wird verfasst. Die Eröffnungsveranstaltung ist ein Höhepunkt des Projektes. Wir laden den gesamten Freundeskreis des Museums und alle Personen, die sich für Kunst oder die Frage der sozialen Inklusion interessieren, ein.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Das Projekt will zur Integration von Personen am Rande der Gesellschaft beitragen und versucht einen Austausch zwischen Personen ohne und mit Behinderung - besuchende und kunstschaffende - zu initiieren und dadurch ein wertschätzendes Bild der Behinderung zu schaffen.

Informationen zu Zeit und Dauer

Das Projekt dauert mehrere Monate - je nach Teilnehmerzahl. Im Dreiländermuseum ist es inzwischen eine Reihe: Das Projekt wurde 3 Mal durchgeführt und wird es zukünftig jedes Jahr.

Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung

Museum: Koordinierung, Redaktion des Katalogs, Öffentlichkeitsarbeit, Gestaltung der Ausstellung und Vermittlung

Unbezahlbar ist der Einsatz der ErzieherInnen und BetreuerInnen, die die TeilnehmerInnnen begleiten! Das Museumsteam hat nicht unbedingt di

Besonderheiten

• Das Museum - templum und forum
Das Museum spielt bei diesem Projekt seine Rolle als templum – also als ein Ort, an wertvolle Objekte professionell aufbewahrt und ausgestellt werden. Es erfüllt hier auch seine Aufgabe als forum, also als Ort, wo Menschen - in diesem Fall Künstler/Innen, Erzieher/Innen, Kunstvermittler/Innen und Museumsbesucher/Innen - sich begegnen.
• Inklusion
Nirgendwo in der Ausstellung wird darauf hingewiesen, dass die Künstler/Innen „eingeschränkt“ sind. Erwähnt werden nur die Namen der kooperierenden Einrichtungen. Die Besucher/Innen betrachten die ausgestellten Kunstwerke und hinterlassen anschließend ihre ermutigenden Anmerkungen im Gästebuch.

Probleme & Lösungen

• Weil die Teilnehmer/innen Personen mit körperlicher so wie geistiger Behinderung sind, die sich nur eingeschränkt fortbewegen und sprachlich ausdrücken können, ist die Zusammenarbeit mit den Erzieher/innen und den Begleitpersonen wesentlich.
• Die Kommunikationskompetenzen der Museumspädagoginnen sind leicht ausgeschöpft wenn sie sich an ein Publikum mit Behinderung adressieren. Die engagierte Kooperation der spezialisierten Betreuer/innen ist grundlegend um eine Beziehung mit der Projektleitung aufzubauen und um eine effektive Entwicklung zu versichern.
• Ab dem Projektstart soll genügend Zeit für die Umsetzung frei bleiben und auf gar keinen Fall Zeitdruck geübt werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Flyer, Internet, Ausstellung, Projektdokumentation

Empfehlung

• INSPIRATION lebt durch Vielfalt und durch eine fruchtbare Kooperation.
Das Projekt wird mit Teilnehmer/innen aus unterschiedlichen Einrichtungen durchgeführt. Im Jahr 2012 fanden sich 17 KünstlerInnen im Alter von 11 bis 25 Jahren zusammen, aus drei verschiedenen Förderstätten stammend. 2013 nahmen 12 KünstlerInnen im Alter von 11 bis 71 Jahren teil. Eigentlich könnte das Projekt mit den unterschiedlichsten TeilnehmerInnen - mit und ohne Behinderungen, von verschiedenen kulturellen Hintergründen oder Bildungsniveaus, durchgeführt werden.

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Kurzinfos

Thema

Kunst
Leben mit Behinderungen

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Förderschulen u.ä.
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Seniorenhilfe & -freizeit
Einzel- und Gruppenbesucher:
Mehrere Altersklassen
Konzeptionelle Schwerpunkte:
Besucher mit Behinderungen einbeziehend

Format

personale Angebote in den Ausstellungen:
Künstler- und Expertengespräche
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Workshops
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Kataloge, Kurzführer u.ä.

Laufzeit

15.06.2012 - 30.03.2016

Kooperationspartner

Lebenshilfe Lörrach + Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in der Dreiländerregion (F-D und CH) rund um Lörrach

erstellt: 03.03.2015
geändert: 09.09.2015