Der Kopf in der Kunst / Kleinplastik der Moderne
Museum
Stadtmuseum Brakel
33034 Brakel, Nordrhein-Westfalen
www.brakel.de
Museumssparte
Historisches Museum
Beschreibung
Ein Durchgang durch die Ausstellung führt in das Thema ein und soll den künstlerischen
Umgang mit wirklichkeitsnaher Darstellung und expressivem Ausdruck von Emotionen
verdeutlichen.
Die Kinder stellen einen Schattenriss ihres Gesichtsprofils auf Papier her und füllen
die Fläche mit Hilfe von Wachsmalstiften.
Sie gestalten Ähnlichkeit, indem sie versuchen sich im Porträt darzustellen und/oder
Inhalt, indem sie die Fläche mit Bildern von Gedanken und Gefühlen füllen.
Für die Altersgruppe ab 4. Klasse
Dauer: 2 x 45 min
Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe
Das Thema eignete sich ganz besonders, Kinder an Ideen und Künstler der Modernen Kunst heranzuführen. Die Entwicklung von der denkmalhaften Auftragskunst bis zur kubistischen Verfremdung und abstrakten Umsetzung sollten anhand der Beispiele nachgezeichnet und verdeutlicht werden. Es bestand die Möglichkeit die verschiedenen Materialien der Bildhauerei wie Stein, Keramik, Bronze und Kunststein kennen zu lernen und den jeweils eigenen Zugang und Umgang des Künstlers damit. Die Künstlerbiographien sollten – jeweils in Berücksichtigung des Lernalters auszugsweise wiedergegeben – zum Verständnis und zur Erläuterung des Hintergrundes einzelner Objekte beitragen.
Im aktiven Teil des Programms sollten Kinder und Jugendliche eigene Erfahrungen mit der künstlerischen Umsetzung des Themas „Kopf“ ermöglicht werden.
Besonderheiten
Der Besuch der Ausstellung von über 370 Schülerinnen und Schülern und die Teilnahme von über 270 Kindern und Jugendlichen an dem museumspädagogischen Programm zeigt, dass das Thema der Ausstellung großes Interesse hervorgerufen hat und dass das Museum als außerschulischer Lernort auch „auf dem Lande“ sehr gefragt ist. In diesem Fall hatte das Stadtmuseum Brakel als kleines Haus mit begrenzten finanziellen und personellen Möglichkeiten eine Ausstellung im Angebot, deren Werke über eine lokale oder regionale Bedeutung weit hinausreichten. Ohne weite Anreise und hohen Organisationsaufwand hatten die Schulklassen die Gelegenheit, sich mit bedeutenden Künstlern und ihren Werken ganz nah und konkret auseinanderzusetzen. Die Begeisterung und die sprudelnden Ideen hier widerzugeben, die sich vollständig unbefangen mit Max Ernsts „Chéri bibi“ („Der will mit dem Kopf durch die Wand.“, „Der Sockel sieht aus wie ein Mixer in der Schüssel.“) oder Willem de Koonings „Head No. IV“ („Vielleicht ist der runtergefallen und misslungen.“ „Der war vielleicht lebenskrank.“) auseinandersetzten, ist schwierig. Aber wir können sicher davon ausgehen, dass der Besuch der Ausstellung für viele Kinder der erste wirkliche Kontakt mit prominenter Kunst überhaupt gewesen ist und womöglich eine solche Gelegenheit für einige die einzige Möglichkeit bleibt. Als Ergebnis bleibt den meisten Teilnehmern ein „eigenes Werk“ und gewiss einige Eindrücke, auf die man bei der nächsten Begegnung mit Kunst aufbauen kann.
Probleme & Lösungen
Verwaltungaufwand Beantragung öffentlicher Mittel / Fundraising. Unvorbereitete Pädagogen ohne Lernzielvorstellungen.
Lösung: Engagement weit über die Dienstzeit hinaus, Verbindliche Vorgespräche in Fachkonferenzen.
(Siehe auch Zukunft - Veränderung für die Zukunft: Rahmenvertrag der Pflichten und Rechte der Partner festschreibt)
Öffentlichkeitsarbeit
Internet, Printmedien, persönliche Ansprache
Thema
Kunst: 20. Jh.
Zielgruppe
Bildungseinrichtungen:
Grundschule, Primarstufe
Format
methodisch variierte Führungen
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Workshops
Zeitraum, Stundenvolumen
1 Tag über sechs Wochen
insgesamt 1,5 h
Kooperationspartner
Schulen, Medien, Leihgebern, Sponsoren
Entstandene Gesamtkosten
4000.00 €
erstellt: 19.05.2010
geändert: 10.06.2010
