Berufsspezifische SeminareBerufsspezifische Seminare

Museum

Haus der Wannsee-Konferenz
14109 Berlin, Berlin
www.ghwk.de

Museumssparte

Historisches Museum
Gedenkstätte Holocaust / Shoah

Beschreibung

Die Gedenk- und Bildungsstätte bietet Erwachsenen in der politischen und beruflichen Weiterbildung, Ausbildern und Unterrichtenden Studientage und mehrtägige Seminarveranstaltungen an. In berufsspezifischen Seminaren gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Institutionen des öffentlichen Dienstes, zum Beispiel der Justiz, der Kommunalverwaltung, der Finanz-, Gesundheits- und Sozialbehörden, dem Militär oder der Polizei, aber auch aus Wissenschaft und Kultur anhand von Dokumenten und Fachzeitschriften aus der Zeit des Nationalsozialismus der Frage nach, wie Angehörige ihrer Berufsgruppe damals arbeitsteilig an der Vorbereitung und Durchführung der "Endlösung" mit­gewirkt haben. Zugleich erörtern sie die gegebenen Handlungsspielräume und Verhaltensalternativen am Beispiel der wenigen, die sich weigerten mitzuwirken und den Verfolgten zu helfen versuchten.

Auch wenn wir heute unter anderen politischen Bedingungen in einem demokratisch verfassten Staat leben, ergeben sich aus der Geschichte der NS-Verbrechen doch aktuelle Fragen: Welche Strukturen, welche Denk-, Sprech- und Verhaltensweisen tragen dazu bei, dass Menschen die Gleichberechtigung verweigert wird und sie als Objekte behandelt werden? Was begünstigt das Wegschauen bei Diskriminierung und Gewalt und die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden anderer? Woraus entsteht die Fähigkeit, sich solchen Tendenzen entgegenzustellen, und wie kann sie gefördert werden?

Die Seminare orientieren sich in Fragestellungen und Arbeitsformen an dem Kenntnisstand, den Interessen und Bedürfnissen der Adressaten. Umgang mit der Geschichte wird in der Gedenkstätte als aktiver Prozess verstanden. Wichtigste Methoden sind das Gespräch, die Gruppenarbeit, entdeckendes eigenverantwortliches Lernen anhand von Dokumenten und autobiographischen Zeugnissen, aber auch Zeitzeugengespräche und die Befragung von Fachreferenten.

Die Seminartage werden in der Regel in Kooperation mit Partnern (Gewerkschaften, Berufsverbänden und anderen Trägern von Bildungsveranstaltungen) durch­geführt. Bei Bedarf kann (über den Träger) Bildungsurlaub beantragt werden.

Pädagogisch-wissenschaftliche Mitarbeiter des Hauses der Wannsee-Konferenz organisieren Veranstaltungen mit den jeweiligen Partnern, bereiten Vorträge und Arbeitsmaterialien vor, moderieren die Gesprächsgruppen und assistieren bei der Arbeit mit Dokumenten. Das Team bietet Gruppen zudem Beratung und Hilfe bei der Konzeption und Organisation von Bildungsveranstaltungen an, die auch andere Orte in Berlin und Umgebung einbeziehen.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Die Veranstaltungen für Erwachsene sind in der Regel als berufsspezifische Seminare konzipiert. Ihr zentrales Thema ist das Verhalten der Angehörigen derjenigen Berufsgruppe, der sich die Seminarteilnehmer zurechnen, in der Zeit des Nationalsozialismus. Davon ausgehend wird diskutiert, welche Bedeutung die Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen heute haben kann.

Besonderheiten

Es startet dort, wo sich die Teilnehmer besonders gut auskennen: Der Realität ihrer Berufe - die sich von ihren Vorgängern im gleichen Beruf während der NS-Zeit in der Regel kaum unterscheidet.

Probleme & Lösungen

Wichtig ist die genaue Kenntnis vom Beruf seitens der Referenten. Das ist gewährleistet dadurch, dass der/die jeweiligen Mitarbeiter/in aus diesen Beruf kommt (zum Beispiel Krankenschwester, Finanzbeamter, Jurist etc.), vor dem Studium von Geschichte / Politik / Soziologie oder anderem und dem Beginn der Mitarbeit im HWK.

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Kurzinfos

Thema

Geschichte: Nationalsozialismus

Zielgruppe

Einzel- und Gruppenbesucher:
Erwachsene

Format

personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Seminare

Zeitraum, Stundenvolumen

einmalig
insgesamt von 1 Tag à 5 Stunden bis 5 Tage à 6-8 Stunden

Kooperationspartner

Fachleute aus den Berufen, Verdi

erstellt: 20.08.2010
geändert: 06.03.2011