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"»BRAVO«-Starschnitte. Eine Sammlung von Legenden"
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Museum

Haus der Wannsee-Konferenz
14109 Berlin, Berlin
www.ghwk.de

Museumssparte

Historisches Museum
Gedenkstätte Holocaust / Shoah

Beschreibung

Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen die Lebensgeschichten und Erzählungen von jüdischen und muslimischen Menschen mit verschiedenen Migrationserfahrungen und die Erfahrungen von aus Deutschland stammenden Juden. In zwei Begegnungsreihen werden Aspekte der Migrationsgeschichte Deutschlands, der jüdischen Geschichte, der Geschichte des Nahostkonfliktes, der Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Geschichte der Türkei erarbeitet. Dabei fließen die vielfältigen Perspektiven der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Betrachtungen ein. Sie treten in einen Austausch über ihre sich teils ähnelnden, teils unterscheidenden Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt, von Selbstorganisation und Erfolg.

Migration und Flucht auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik und den ihr vorhergehenden Staaten haben eine jahrhundertelange Tradition. Mit den Eingewanderten kamen ihre Lebensgeschichten, ihr Geschichtsverständnis und ihre politischen und religiösen Anschauungen in mannigfacher Ausprägung. Sie stießen in Deutschland auf ein Geschichtsbewusstsein, das zentral von der Nachfolge des NS-Staates sowie von der Verdrängung und / oder Auseinandersetzung mit der eigenen, auch intergenerationellen, Verstrickung in Schuld und Verantwortung geprägt ist. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass die Mehrzahl der Migrantinnen und Migranten einen Platz in dieser Gesellschaft einnehmen, ist ungefähr so jung wie die eigene Anerkennung als Einwanderungsgesellschaft. Dementsprechend wenig Raum haben bisher die unterschiedlichen Narrative und Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten gefunden.

Mit diesem Projekt wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die unterschiedlichen Erzählungen der Eingewanderten einen Ort finden. Die Adressaten der vielfältigen Erinnerungen kommen nicht nur aus der Mehrheitsgesellschaft. Es sind die Eingewanderten und Zugewanderten selbst, die sich ihre Geschichten erzählen. Dabei geht es auch darum, der öffentlichen und gegenseitigen Nichtwahrnehmung entgegenzuwirken und so auch aus dem Strudel eines Kampfes um Anerkennung untereinander zu entrinnen.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Der Dokumentenkoffer "GeschichteN teilen" bietet Archivmaterial über Menschen, ihre Erfahrungen und bisher kaum beachtete Zusammenhänge der nationalsozialistischen Geschichte in thematischen Mappen mit Fotos, Berichten von Zeitzeugen und historischen Dokumenten.
Als Beitrag zum interkulturellen Geschichtslernen wurden die Materialien für die schulische und außerschulische historisch-politische Bildungsarbeit entwickelt. Das erprobte Material ist auf Jugendliche aller Schultypen ab Klasse 9 zugeschnitten.

Besonderheiten

Die gesamte Familie wird einbezogen. Die Jugendlichen befragen Eltern und Verwandte nach deren Herkunftsgeschichte. Das Zusammentragen vieler Texte und Dokumente aus den Familien ergibt das Material für eine Ausstellung oder Wandzeitung.

Probleme & Lösungen

Eine minimale Aufgeschlossenheit der Jugendlichen und Familien für die Kultur und Geschichte Deutschlands ist Voraussetzung. Wichtig ist die Kooperation der Schulen und Lehrer, wenn es um Klassenverbände geht.

Öffentlichkeitsarbeit

öffentliche Vorstellung des Dokumentenkoffers

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Kurzinfos

Thema

Geschichte: Identität, Migration

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
:

Format

personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Diskussionsveranstaltungen
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Führungsblätter, Museumsrucksäcke u.ä.
Mobiles Museum, Koffer, Mitmachausstellungen

Zeitraum, Stundenvolumen

einmalig
insgesamt 5 Stunden

Kooperationspartner

Stiftung EVZ, Miphgasch/Begegnung e.V. - Verein zur Förderung interkultureller und internationaler Begegnungen zwischen jungen Menschen und Familien e.V., Karame e.V. - Arabische Jugendeinrichtung, TBB - Türkischer Bund in Berlin Brandenburg

erstellt: 20.08.2010
geändert: 13.09.2011