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Kunst mit Schüleraugen gesehen - ein Kunst + Medien-ProjektKunst mit Schüleraugen gesehen - ein Kunst + Medien-Projekt

Museum

Kunstmuseum Bayreuth, Tabakhistorische Sammlung im Kunstmuseum Bayreuth
95444 Bayreuth, Bayern
www.kunstmuseum-bayreuth.de

Museumssparte

Kunstmuseum
Zeichnung, Graphik, Kunst im 20. Jahrhundert

Beschreibung

Das Kunst- + Medien-Projekt hat den Titel „Kunst mit Schüleraugen gesehen“. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt, das vom Kunstmuseum Bayreuth initiiert wurde. Sieben Bayreuther Schulen sowie das städtische Medienzentrum nehmen an dem Projekt teil. Die teilnehmenden 725 Schüler sind zwischen 6 und 22 Jahre alt. Das Projekt ist für die Schuljahre 2003/2004 und 2004/2005 angelegt. Die Lehrer der Schulen hatten Gelegenheit, sich aus dem Ausstellungsangebot des Kunstmuseums die für ihre Klassen, Altersgruppen und Lehrpläne adäquaten Themen auszuwählen.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen zu theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen mit moderner Kunst anzuregen. Hierfür bieten sich die Sammlungen des Kunstmuseums und die wechselnden Ausstellungen besonders an. Durch museumspädagogische Vermittlung können die Schüler nicht nur unterschiedliche Künstler, Kunststile und -techniken des Zwanzigsten Jahrhunderts kennen lernen, sie werden auch angeleitet, ihre neuen kognitiven und visuellen Erfahrungen bildnerisch und sprachlich gestaltend in eigene Bilder und Geschichten umzusetzen. So ergeben sich neue kindgemäße Anschauungen von moderner Kunst.

Die Bilder und Geschichten der Schüler, die im Verlauf des Projektes im Museum und in den Schulen entstanden sind und noch entstehen, werden digital dokumentiert. Hieraus entwickeln einige Schüler und Lehrer eine Projektpräsentation in Form einer Homepage. Anschließend sollen Schüler an der Entwicklung einer DVD oder CD-ROM mitwirken, damit andere Schüler und Lehrer von dem Projekt profitieren können. Zusätzlich soll in einem medienpädagogisch betreuten „Chatroom“ ein virtuelles Kunstmuseum entstehen. Hier ist Platz für persönliche Kommentare und eigene Kunstwerke, vielleicht auch für virtuelle Räume mit einer virtuellen Ausstellung.

Die Dokumentation des Projektes in Form einer DVD oder CD-ROM und eine pädagogische Handreichung stehen nach dem Projekt interessierten Lehrern und Schülern für den Unterricht und für die Auseinandersetzung vor Ort zur Verfügung.

Teilnehmer und ihre Themenschwerpunkte:
- Angeregt durch Ausstellungen zu Ernst Barlach, Caspar Walter Rauh, Horst Antes, HAP Grieshaber, zu Bildern der australischen Aborigines und Werken der Konkreten Kunst setzen sich geistig behinderte Schüler der Dr.-Kurt-Blaser-Schule (Förderschule) vor allem mit verschiedenen künstlerischen Techniken auseinander.
- Eine 1. und 4. Klasse der Jean-Paul-Schule (Grundschule) beschäftigten sich - inspiriert von dem Werk des Phantastischen Realisten Caspar Walter Rauh - mit der Umsetzung von Sprache in Bilder und von Bildern in Sprache.
- Mit dem Thema Raum und Farbe der Konkreten Kunst setzen sich die 3. und 4. Klassen der Graserschule (Grundschule) auseinander.
- Eine 7. und 8. Klasse der Albert-Schweitzer-Schule (Hauptschule) befasst sich mit dem Thema Wirklichkeitserfahrung, wobei die Umsetzung von Malerei und Fotografie im Werk von Georg Tappert und den Expressionisten im Mittelpunkt steht.
- Inspiriert durch das Werk von Ernst Barlach arbeitet eine Klasse der Alexander-von-Humboldt-Realschule an der Frage, wie eine Figur in eine Fläche (Zeichnung) beziehungsweise in einen Raum (Skulptur) umgesetzt werden kann.
- Das Richard-Wagner-Gymnasium setzt sich mit dem Werk von Horst Antes auseinander, das zwischen Abstraktion und Figuration angesiedelt ist. Daneben gilt das besondere Interesse den Drucktechniken, die vor allem im an expressionistischen Holzschnitten theoretisch und praktisch erforscht wurden.
- Die Fotoklasse der Staatlichen Berufsschule 1 hat sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Museumsgebäude, dem Alten Rathaus von Bayreuth, befasst. Sie hat dann über die Architektur und Funktionsstruktur des Hauses eine Powerpoint-Präsentation entwickelt.

Das museumspädagogische Konzept des Kunstmuseums Bayreuth, das in diesem Projekt umgesetzt wird, hat mehrere Bestandteile:
1) Das Museum versteht sich als außerschulischer Lernort zur Förderung der ästhetischen Bildung und der Auseinandersetzung mit Kunst und Wirklichkeit. Die Schüler machen im Kunstmuseum neue ästhetische Erfahrungen an und mit Originalwerken. Diese wirken durch das Projekt wieder zurück in das Museum.
2) „Sinn und Sinnlichkeit“ lautet das Motto der Museumspädagogik im Kunstmuseum Bayreuth, denn der Sinn von Kunst äußert sich über die sinnlich erfahrbare Formenwelt eines Kunstwerkes. Im Museum werden emotionale Erfahrung, Betrachtung, theoretische Analyse und selbsttätiges praktisches Gestalten gemeinsam erlebt und vermittelt. Die Schüler werden darüber hinaus angeregt, neue künstlerische Techniken und Ausdrucksformen zu erproben und ihre visuellen Erfahrungen direkt kreativ umzusetzen.
3) Die visuellen Erfahrungen im Museum entstehen parallel zu den alltäglichen medialen Erfahrungen der Schüler. Sie werden gemeinsam diskutiert. Eine mediengerechte Auseinandersetzung wird von Lehrern und Museumspädagogen angeregt.
4) Die im Rahmen der Einzelprojekte entstehenden Bilder und Geschichten der Schüler werden im Kunstmuseum öffentlich ausgestellt. Dadurch erhalten die Schüler öffentliche Anerkennung, die wiederum das Selbstbewusstsein der Schüler stärkt.
5) Der Prozess der Auseinandersetzung wird digital in Ton, Bild und Film dokumentiert.

Finanzielle Förderung: Dieses in Bayern einzigartige Projekt wird zu 100% von der Oberfrankenstiftung, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und von der PricewaterhouseCoopers(PwC)-Stiftung gefördert. Außerdem fördern die Softwareanbieter Adobe und Macromedia das Projekt mit kostenlosen Lizenzen.

Wegen seiner thematischen Vielfalt stieß das Kunst- + Medien-Projekt „Kunst mit Schüleraugen gesehen“ bereits seit Beginn (Herbst 2003) auf großes Interesse von anderen Institutionen, so von der Kulturstiftung der Länder (Jugendkultur- und Bildungsinitiative), der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, vom Bundesverbandes Museumspädagogik in Bonn, von „schola - 21“ und „schule@museum“.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Teilnehmer: 2 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Realschule, 1 Gymnasium, 1 Förderschule, 1 Berufsschule.

Probleme & Lösungen

Es war nicht einfach, die heterogenen Gruppen im Projekt zusammenzubinden.
Der Besprechungsaufwand war daher recht hoch, allerdings aber auch die Intensität der Zusammenarbeit.

Öffentlichkeitsarbeit

Flyer, Ausstellungen der Schulklassen im Kunstmuseum, Printmedien, Website

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Kurzinfos

Thema

Kunst: 20. Jh.

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Grundschule, Primarstufe
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
Förderschulen u.ä.
Berufsschulen

Format

personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Gesprächs- & Arbeitskreise
Labore & Werkstätten
Workshops
Medienangebote in den Ausstellungen:
Computerstationen u.ä.

Zeitraum, Stundenvolumen

3-20 Wochen

Entstandene Gesamtkosten

60.000 €

erstellt: 02.07.2010
geändert: 07.03.2011