Kunst im interkulturellen - / religiösen Dialog
Museum
Hamburger Kunsthalle
20095 Hamburg, Hamburg
www.hamburger-kunsthalle.de/start/menu6.html#
Museumssparte
Kunstmuseum
Beschreibung
Zahlreiche Gemälde in der Hamburger Kunsthalle zeigen Motive, die sich nicht nur aus der Sicht des christlichen, sondern auch aus der des jüdischen und islamischen Kulturverständnisses betrachten lassen. So beziehen sich viele der Darstellungen auf Erzählungen, die in allen drei abrahamitischen Religionen Bestandteil der jeweils heiligen Schrift sind.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe
2007 und 2008 fand jeweils eine Veranstaltungsreihe mit drei bzw. vier Terminen statt; 2009 weitere Einzelveranstaltungen jeweils für Erwachsene Einzelbesucher, seit 2010 gibt es auch eine Variante für Schulklassen
Besonderheiten
Die Kunstwerke gaben einerseits den Anlass, den Besuchern das Wissen über Religionen und damit verbunden über kulturelle Besonderheiten zu vermitteln und so die Ängste oder Vorbehalte vor „dem Fremden“, weil Unbekannten, abzubauen. Sie gaben andererseits auch Anlass, sich beispielsweise anhand eines Gemäldes der Orientmaler über die Bedeutung von Gebetshäusern und den Gebetsritualen zu unterhalten und darüber den Bezug zu aktuellen Fragen und Debatten in der Gesellschaft herzustellen: zum Beispiel über die Bedeutung von Minaretten / Kirchtürmen / Sichtbarkeit von Synagogen in unseren Städten.
Die Äußerung des islamischen Theologen Abu Ahmed Yakobi, dass im Museum erstmals für ihn ein interreligiöser Dialog „…auf gleicher Augenhöhe“, also gleichberechtigt stattgefunden habe, bestärkt die Besonderheit und das Innovative dieses Projekts.
Durch den partizipativen Ansatz - der Beteiligung von Fachreferenten aus den unterschiedlichen Gemeinschaften und der Einbeziehung der Besucherinnen und Besucher (mit Fragen und Fachwissen) - konnten zunehmend neue Besucher, unter anderem die Mitglieder der Gemeinschaften, gewonnen werden, da sie in den Kunstwerken auch ihre Fragen, ihre Geschichte entdeckten. Es sprach sich in den Gemeinschaften herum, dass dieser Dialog zu gegenseitigen Erkenntnissen führt. Insofern wirkt dieser Dialog weit über die Kunsthalle / das Museum hinaus.
Probleme & Lösungen
Die Finanzierung war und ist schwierig.
Öffentlichkeitsarbeit
Flyer, Internet, redaktionelle Artikel
Thema
Kunst: Religion
Zielgruppe
Einzel- und Gruppenbesucher:
Erwachsene
Konzeptionelle Schwerpunkte:
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend
Format
personale Angebote in den Ausstellungen:
Führungsgespräche (Cicerone u.ä.)
Zeitraum, Stundenvolumen
Einmal im Monat für Einzelbesucher
insgesamt 90 Minuten
Kooperationspartner
Akademie der Weltreligionen, Vertreter abrahamitische Religionsgemeinschaften
erstellt: 04.07.2010
geändert: 16.02.2011
