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Bordesholmer Klosterinsel - gestern, heute und morgenBordesholmer Klosterinsel - gestern, heute und morgen

Museum


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Museumssparte

Beschreibung

Die Klosterinsel Bordesholm ist von überragender geschichtlicher Bedeutung. Im Jahr 1332 verlegten Augustiner-Chorherren ihr Kloster von Neumünster an den Bordesholmer See und bestatteten die Gebeine des Klostergründers, des Heiligen Vicelin, in der neu errichteten Klosterkirche.
Das Kloster mit seiner Klosterkirche wurde zu einem der prächtigsten und bedeutendsten in Schleswig-Holstein ausgebaut. Drei heute noch deutlich erkennbare Dämme sicherten den Zugang zum Festland. Eine umfangreiche Bibliothek u. a. mit der berühmten Bordesholmer Marienklage wurde angelegt. Das Grab des Heiligen Vicelin und eine Sammlung mit Reliquien zogen Scharen von Pilgern an.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wählten Herzog Friedrich I. von Schleswig und seine Gemahlin Anna, Prinzessin von Brandenburg, diesen Ort als letzte Ruhestätte. Mit dem 1509 gestifteten Chorgestühl, dem zentral gelegenen Bronzekenotaphen über der Gruft der 1514 verstorbenen Anna und letztlich dem von Hans Brüggemann geschaffenen Schnitzaltar schufen sie in der Kirche ein Gesamtkunstwerk, das im Norden seinesgleichen suchte.
Die lutherische Reformation ließ die Bedeutung von Kirche und Kloster schwinden. 1566 wurde in den Gebäuden eine herzogliche Lateinschule eingerichtet, die 1665 zugunsten der neu gegründeten Universität in Kiel aufgelöst wurde.
Bis heute bilden Bücher aus dem Bestand des Klosters den Grundstock der Universitätsbibliothek. 1666 wurde der Brüggemann-Altar in den Schleswiger Dom versetzt; weite Teile des Kreuzgangs und der Stiftsgebäude wurden im Laufe des 18. Jahrhunderts. abgerissen. An ihrer Stelle errichtete der Amtmann des früheren Amtes Bordesholm seinen Verwaltungssitz. Caspar von Saldern erwarb einen Teil des ehemaligen Kreuzgangs als Grabkapelle. Die vom Niedergang weitgehend verschonte Klosterkirche wurde Grablege für Herzog Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, Vater des Zaren Peter III., für Georg Ludwig und Sophie Charlotte, Stammeltern des oldenburgischen Herzoghauses, und für viele Professoren der Kieler Universität.
Diese reiche und wechselvolle Geschichte zu bewahren und ihre Bedeutung für die Bevölkerung sichtbar und erlebbar zu machen ist wesentliches Ziel des Kultur- und Verschönerungsvereins Bordesholmer Land e. V. (KVBL). Darum bemüht er sich seit Jahrzehnten zusammen mit anderen Personen, Vereinen und Institutionen. Der KVBL ist dabei Ideengeber, Koordinator, Ansprechpartner, Financier und Zuschussgeber.
Für das Jahr 2014 ist als ganz besonderes Highlights von Juni bis September der 500. Todestag der Herzogin Anna der Bevölkerung in zwölf unterschiedlichen Angeboten präsentiert worden.
Alle kulturellen Aktivitäten haben dazu beigetragen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger des Bordesholmer Landes noch stärker mit ihren historischen Wurzeln identifizieren. Der Ruf von Bordesholm wächst damit weit über seine Verwaltungsgrenzen hinaus und ständig weiter.
Dies ist möglich, weil sich im Orte überdurchschnittlich viele und ständig mehr werdende Menschen ehrenamtlich engagieren und weil auch eine besondere Bereitschaft zum finanziellen Engagement in Bürgerschaft, Handwerk und Gewerbe vorhanden ist. Gleichzeitig besteht eine innige Partnerschaft mit den Gremien der politischen Gemeinde und ihres Amtes. Bordesholm ist ein besonderer kultureller Ort, der seinesgleichen sucht.
Die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen bei Projekten und Veranstaltungen ist dem KVBL dabei stets ein großes Anliegen. Das breite Spektrum der alljährlich sich wiederholenden Veranstaltungen, aber auch der diesjährigen Projekte zeigt, dass dieses Ziel regelmäßig erreicht wird. Begleitet wird die Arbeit stets durch die örtliche Presse, aber auch durch überregionale Berichterstattung, z. B. im Fernsehen (Schleswig-Holstein Magazin).
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner von Bordesholm und Umgebung mit dem Ziel, dass die Bevölkerung die kulturell bedeutsame Geschichte des Wohnorts erfährt und erlebt und sich dadurch noch stärker mit der jetzigen Heimat identifiziert.

Informationen zu Zeit und Dauer

Die oben genannte Laufzeit bezieht sich nur auf den diesjährigen Abschnitt des Projekts unter dem Teilthema "Am Vor-Abend der Reformation". Tatsächlich erstreckt sich das Projekt über mehrere Jahre.

Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung

Die Deckung der diesjährigen vorläufigen Kosten von rund 30800 Euro ergeben sich aus einem Eigenanteil von 3000 Euro, Einnahmen durch Ticketverkäufe von rund 10000 Euro und Zuwendungen durch private und öffentliche Sponsoren und Förderern von rund 17800 E

Besonderheiten

1) Das Projekt erfordert sehr viele - ehrenamtliche - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und das über Jahre hinweg. Dies ist in besonderer Weise eine Herausforderung, weil unser Ort Bordesholm nur rund 7500 Einwohnerinnen und Einwohner hat.
2) Das Projekt muss jedes Jahr ein neues Unterthema finden, um dem Anspruch gerecht zu bleiben und das Interesse der Bevölkerung nicht zu strapazieren. Beispiele:
2013: Vereinsmesse "Bordesholm lebt vereint!" mit rund 60 Vereinen aus Bordesholm und Umgebung.
2014: Projekt "Am Vor-Abend der Reformation" anlässlich des 500. Todestages der in der Bordesholmer Klosterkirche beigesetzten Herzogin Anna von Brandenburg.
2015 geplant: Projekt zur 350-Jahr-Feier der Universität, die 1665 von Bordesholm aus gegründet worden ist.
2016 geplant: Zweite Vereinsmesse.
2017 geplant: 500 Jahre Reformation nach dem Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg.

Probleme & Lösungen

Das Projekt übersteigt bei weitem die finanziellen Möglichkeiten unseres Vereins. Es muss deswegen immer wieder die - großzügig vorhandene - Spendenbereitschaft der Wirtschaft und der sonstigen Öffentlichkeit in Anspruch genommen werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Flyer/Plakate, eigene Website, ständige Präsenz in den örtlichen Zeitungen

Empfehlung

Beschränkung auf die eigene lokale oder regionale Geschichte des Ortes; Einbeziehung möglichst vieler, auch bekannterer Personen aus dem Ort.

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Kurzinfos

Thema

Heimatkunde: Kulturgeschichte, Orts- und Regionalgeschichte

Zielgruppe

Bildungseinrichtungen:
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2
Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Natur- & Umweltschutz
Einzel- und Gruppenbesucher:
Mehrere Altersklassen
Konzeptionelle Schwerpunkte:
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend

Format

personale Angebote in den Ausstellungen:
Fachführungen
methodisch variierte Führungen
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Workshops
Vorträge
Feste, Jubiläen, „Tag des..“ u.ä.
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Ton, Film, Animation u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Kataloge, Kurzführer u.ä.

Laufzeit

08.06.2014 - 21.09.2014

Kooperationspartner

Klosterkirchengemeinde, (politische) Gemeinde Bordesholm

erstellt: 27.09.2014
geändert: 07.10.2014