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Integrationspotenziale gelingender Nachbarschaft(en)Integrationspotenziale gelingender Nachbarschaft(en)

Museum


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Museumssparte

Beschreibung

„Was macht eine gute gelingende Nachbarschaft aus? Wie sehen begünstigende Infrastrukturen und Initiativen auch für Flüchtlinge aus? Was bedeutet das für den Einzelnen, für die Integrationskraft des Kiezes, der Stadt, das soziale Gedächtnis?“ bildeten die Ausgangsfragen unseres Projekts. Es war angedockt an die Ausstellung "We will rise - Refugee-Bewegung", die vom August bis Oktober im Museum Friedrichshain-Kreuzberg zu sehen war. Die "wachsende Ausstellung" zeigte Teile der Protestbewegung von Geflüchteten, die sich seit 2012 um das Flüchtlingscamp des Kreuzberger Oranienplatzes organisierten.
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Zusätzliche Informationen zur Zielgruppe

Zielgruppe des Projekts waren insbesondere TeilnehmerInnen des Protestmarsches auf Berlin, (Lampedusa-)Geflüchtete, die sich seit 2012 über das Flüchtlingscamp am Kreuzberger Oranienplatz organisiert hatten, ehemals Geflüchtete, die ab den 70er Jahren nach Berlin kamen und sich Migranten-Selbstorganisationen anschlossen oder diese selber begründeten sowie lokale Akteure, die sich für den sozialen Zusammenhalt in ihrem Stadtteil engagieren.

Informationen zu Zeit und Dauer

Das Projekt war angedockt an die Ausstellung "WE WILL RISE - Refugee-Bewegung" im Museum Friedrichshain-Kreuzberg, die am 30. 10. 2015 endete; es erfolgten im Anschluß daran Evaluierungsgespräche

Anmerkungen zu den Kosten und zur Finanzierung

Das Projekt wurde finanziert durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin sowie durch Spenden von Friedrichshain-Kreuzberger Kleinunternehmen. Es wurde durch das Engagement Vieler unterstützt.
Fördersumme: 5.280 EUR

Besonderheiten

Die Besonderheit des Projekts bestand darin, dass die "ehemaligen" und die erst kürzlich Geflüchteten sich als "Experten in eigener Sache" bei einem Erfahrungsaustausch aufeinander bezogen und sodann über das Museum ein gemeinsames Forum bildeten. Der "Interkulturelle Garten Rosenduft", dessen Aufbau von einer Gruppe von kriegstraumatisierten Flüchtlingen aus Bosnien-Herzegowina seit 2006 vorangetrieben wurde, erwies sich als idealer erster Begegnungsort, weil er auch die Selbsthilfepotenziale der Geflüchteten verdeutlichte, ebenso wie das FHXB-Museum, das sich mit seinen aktuellen Ausstellungen als sicherer Bildungs- und Begegnungsort erwies und viele lokale Akteure zusammen zu führen weiß.

Die Begegnungswerkstätten und Veranstaltungen sowie Nachfolgegespräche mit den Beteiligten verdeutlichten den Erfolg sowie die Notwendigkeit des Projekts für die Flüchtlinge und die Aufnahmegesellschaft. Es entstand mehr Wissen voneinander im Wechselspiel individuell und kollektiv erlebter Geschichte, hinsichtlich gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und Handlungsfelder und machte den Beteiligten Mut, weiterhin aufeinander zuzugehen und neue Perspektiven ins Auge zu fassen. Eine Weiterführung der Projekterfahrungen ist beabsichtigt.

Probleme & Lösungen

Die stadträumlichen Orientierungsprobleme der jüngeren Flüchtlinge (lt. Ihren Betreuerinnen häufig eine Folge kriegstraumatischer Erlebnisse) hatten zur Folge, die Begegnungswerkstätten auf zwei Orte, den Interkulturellen Garten sowie das Friedrichshain-Kreuzberg Museum und das unmittelbare soziale Umfeld zu konzentrieren. Gleichzeitig erwies sich die Konzentration auf wenige Orte als Vorteil, da sie für alle TeilnehmerInnen mit Vertrautheit verbunden waren. Sprachprobleme konnten durch synchrones Dolmetschen in mehrere Sprachen gelöst werden; ein entsprechendes Personal- + Zeitkontingent muss dabei eingeplant werden, ebenso für die Koordination der Treffen per Mobiltelefon. Wichtig war, dass die TeilnehmerInnen selber Methoden und Inhalte bestimmen konnten, auch wenn die Begegnungswerkstätten vorbereitet und moderiert waren. Die Zusammenarbeit mit Kriegstraumatisierten erfordert viel Fingerspitzengefühl, Zeit, Offenheit und Wiederanknüpfbarkeit. Die Einbeziehung des sozialen Umfeldes und der Akteure, mit denen sie ein vertrautes Verhältnis verbindet, ist eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenarbeit.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch persönliche Ansprache, Rundmails, Internetforen, Briefe

Empfehlung

Offenheit und die Bereitschaft, prozessorientiert, interdisziplinär und vernetzt zu arbeiten sowie die Kompetenzen der Teilnehmenden in den Fokus zu nehmen. Die jeweiligen Interessen an dem Projekt müssen von allen Projektbeteiligten ausgehandelt werden, damit für alle eine win-win-Situation entsteht, die die Gesellschaft in einem positiven Sinne voranbringt.

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Kurzinfos

Thema

Geschichte
Migration

Zielgruppe

Gesellschaftlich und sozial relevante Einrichtungen u.ä.:
Migrantenselbstorganisationen, Integrationsbüros u.ä.
Einzel- und Gruppenbesucher:
Junge Erwachsene, ab ca. 18 J.
Senioren
Konzeptionelle Schwerpunkte:
generationsübergreifend
kulturelle Vielfalt/Zuwanderungsgeschichten berücksichtigend
gendersensibel
unterschiedliche soziale Hintergründe berücksichtigend

Format

personale Angebote in den Ausstellungen:
Künstler- und Expertengespräche
personale Angebote begleitend zu den Ausstellungen:
Labore & Werkstätten
Diskussionsveranstaltungen
Medienangebote in den Ausstellungen:
Schautafeln, Texte, Bilder u.ä.
Ton, Film, Animation u.ä.
Medienangebote begleitend zu den Ausstellungen:
Kataloge, Kurzführer u.ä.

Laufzeit

31.08.2015 - 30.11.2015

Kooperationspartner

Nachbarschaftsmuseum e.V. (Initiator + Regie) Friedrichshain-Kreuzberg Museum/ WE WILL RISE – Refugee Bewegung, Verein Südosteuropa Kultur e.V./Interkultureller Garten Rosenduft, Kiezbündnis am Kreuzberg, Möckernkiez e.V., Nachbarschaftshaus Urbanstraße, BIZIM-Kiez, Arabische Eltern Union e.V. und weitere lokale Akteuren

erstellt: 18.01.2016
geändert: 18.01.2016